Myself & Plec-Guide
Über mich, Plectronic und natürlich Plecs, Picks, Plektrons, Plektra...
Who is... gestatten, mein Name ist Michael Schnoor und ich oute mich gerne als Plektren-Fetischist und möchte mich hiermit bei Euch vorstellen. Mittlerweile bin ich im berüchtigten Schwabenalter, aber noch weit davon entfernt, was einen gesetzten Schwaben ausmacht. Aber Moment, richtig, der Name Schnoor ist absolut untypisch für einen schwäbischen Nachnamen und so verrate ich an dieser Stelle, dass meine eigentlichen Wurzeln in Hamburg liegen, jedenfalls bin ich dort gemacht worden. Geboren und aufgwachsen bin ich aber dann doch hier im Schwabenland.
Mit ungefähr 14 Jahren habe ich angefangen Gitarre zu spielen und zu diesem Zeitpunkt war schon damals für mich klar, dass mein weiterer Lebensverlauf musikalisch gekennzeichnet sein wird. Natürlich musste zuerst ein "anständiger Beruf" erlernt werden und so habe ich damals den Beruf des Zimmerers erlernt.
Ich bin mit dem damaligen 80er British Metal groß geworden und entsprechend hat mich diese Musik auch stilistisch geprägt. Schon damals haben mich Sharkfins, Dunlop-Nylons und die d´Andrea Pro Grip Brites ständig begleitet, doch die eigentliche Begeisterung und das intensivere Interesse für Plektren sollte erst Jahre später kommen.
Ich habe in einigen Bands gespielt, u.a. bei Shanghai, Chiply Locc, Fatal und Scarcrow und es existieren sogar ein paar Tonträger und anderes Material. In den 90ern habe ich ein paar Jahre von der Musik gelebt und seit Anfang 2001 habe ich mein musikalisches Dasein hinter die Bühne verlagert.
Ab 2003 konnte ich mich intensiver mit der Materie Plektren und Co. auseinandersetzen und ab dieser Zeit entwickelte sich eine regelrechte Liebe zu diesen kleinen, unscheinbaren Plastik-Dingern, die nach wie vor für viele nur das Mittel zum Zweck sind. In vielen Gesprächen und gemeinsamen Treffen hat es sich dann aber doch immer wieder gezeigt, dass Plektrum nicht gleich Plektrum ist. Nachdem ich viel Zuspruch, Anregungen und Unterstützung von einigen Seiten bekam, doch "mein eigenes Ding" zu machen, entstand daraus dann schließlich Ende 2005 Plectronic.
Nun bin ich hier und freue mich über jeden, der sich in meinem Shop etwas umschaut und vielleicht dabei etwas Interessantes für sich findet. Nach wie vor ist mein Ziel, für Euch da zu sein und ich freue mich über jeden Eurer Anrufe oder Emails.
Bis dahin,
Euer Michael Schnoor
Plec-Guide
Mit unserem kleinen Plec-Guide wollen wir Euch einen kleinen Überblick rund um das Thema Plektren bieten. Wer sich eingehender mit der Materie Plektren beschäftigt, wird schnell feststellen, dass dieses Thema ganze Bücher füllen kann. Viele Informationen findet man im weltweiten Netz, empfehlenswert ist aber auch das Buch "Picks! The Colorful Saga of Vintage Celluloid Guitar Plectrums" von Will Hoover. Wir wollen uns hier aber lediglich auf die nötigsten Grundinformationen beschränken.
Materialien
Bis zu den Siebzigern war das echte Schildpatt eines der beliebtesten Materialien überhaupt. Hatte dieses Material doch alle Eigenschaften, wie die nötige Flexibilität, Härte und natürlich die Klangeigenschaft. Aufgrund von Tierschutzbestimmungen bzw. Aussterben jener Schildkröten wurde das allgemeine Verarbeiten von Schildpatt verboten. Plektren wurden aber auch schon seit jeher aus Horn, Knochen oder Holz hergestellt.
Das wohl bekannteste Material, Zelluloid, wird schon seit vielen Jahrzehnten für Plektren verwendet, ebenso wie Nylon, welches nach dem zweiten Weltkrieg bekannt wurde. Herdim und Heriba gelten als Wegbereiter der Nylon-Plektren und diese haben es bis in die heutige Zeit geschafft und sind nach wie vor gefragt. Ein ebenfalls bekanntes Material ist Ebonit. Nachteil ist, dass Picks aus Ebonit sehr schnell abbrechen können, vom Klang aber eine Klasse für sich sind.
Wie schon erwähnt gilt Zelluloid als das klassische Material für Plektren und fand seine Bestimmung u.a. auch für Tischtennisbälle. Es gibt eine Reihe verschiedener Zelluloid-Farben bzw. Mischungen die für Picks verwendet werden und wir haben eine kleine Auswahl auf der linken Seite zusammengestellt. Nr. 1-5 sind sogenannte Perloidfarben. Nr. 6 zeigt das typische Tortoise, eine Schildpatt-Nachbildung. Nr. 7 ist bekannt unter dem Namen Multicolor oder Konfetti. Nr. 8 hört auf den Namen Clownsbarf, welches seltener Verwendung findet und Nr. 9-12 sind typische Uni-Farben. Selbstverständlich gibt es weitaus mehr Farben und Mischungen.
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Materialien und Mischungen wie beispielsweise Polycarbonate, Metacarbonate, Graphite, Ultem usw. Viele Materialien u.a. Polyacetal sind unter Markennamen bekannt, wie beispielsweise Delrin. Aber auch natürliche Materialien wie sie Jean-Charles Dugain verwendet, sind gefragt. Weiterhin gibt es Plektren aus Gold, Silber, Stahl, Titan, Filz, Glas u.v.m.
Formen
Das Repertoire an verschiedenen Plektren-Formen ist mittlerweile sehr groß und wir wollen Euch hier die unserer Meinung nach Wichtigsten vorstellen. Neben dem Material, aus welchem ein Pick hergestellt wird, ist auch die Form, sowie die Stärke und der Schliff an den Kanten des Plektrons ausschlaggebend für die Klangeigenschaft, bzw. Spielbarkeit.
Die bekannteste Pick-Form ganz links kennt jeder und in den letzten Jahren ist der Begriff Normal-, oder Standardform eigentlich gängig. Diese Form ist aber auch bekannt unter den Namen 351er, Fenderform, Herzform und Teardrop. Das Pick in der Mitte zeigt das abgerundete Dreieck, bzw. Round Triangle und die älteren Semester kennen es auch als Wappenform. Das rechte Pick ist allgemein bekannt als Tropfenform, bzw. kleine Tropfenform (Small Teardrop) und wird von der Form und Größe in zahlreichen Variationen angeboten.
Auf diesem Bild ist links das Jazzpick abgebildet, meistens sind diese Picks erst ab der Stärke 1,20 mm (x-heavy) erhältlich. Das Pick in der Mitte zeigt das stark abgerundete Dreieck, auch Mandolinenpick oder Dawg genannt. Das rechte Pick zeigt die große Tropfenform, welche in Größe und Form auch je nach Hersteller variieren können.
Auch die berühmte schwedische Haifischflosse, das Sharkfin Pick vom Erfinder Stig Landström gibt es seit Mitte der Sechziger und ist aus der Plektrenwelt nicht mehr wegzudenken und es gibt noch weitere zahlreiche innovative Formen wie beispielsweise das Butterfly von Kirk Freeman, das Wegen Button, oder Picks von Plectro, Awe-In-One, Sidedesign u.v.m.
Stärken und Allgemeines
Die Stärke eines Plektrons hat unmittelbar Einfluss auf den Sound und - nennen wir es mal - das Handling. Die verschiedenen Techniken, wie ein Pick gehalten und benutzt werden kann, wollen wir hier außen vor lassen. Erfahrungsgemäß gewöhnt man sich aber zu schnell an ein Pick und vor allem an die Pick-Stärke. Probiert man dann ein anderes Plektrum, gibt man diesem kaum mehr als zehn Minuten (sollte man nicht sofort damit klar kommen), um dann wieder zum Altbewährten zu greifen. Deshalb die Anregung, sich mit verschiedenen Plektren auseinanderzusetzen, sich Zeit zu nehmen und zu experimentieren.
Hier nun eine kleine Übersicht über die verschiedenen Stärken und deren Bezeichnung.
| Bezeichnung | Kürzel | Angabe in Millimeter |
| Thin | T | ca. 0,50 mm |
| Medium | M | ca. 0,70 mm |
| Heavy | H | ca. 1,00 mm |
| Extra-Heavy | XH | ca. 1,25 mm |
| Super-Heavy | SH | ca. 1,50 mm |
| Ultra-Heavy | UH | ca. 2,00 mm |